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Was ist der Wohnriester?

In Zukunft wird der Anspruch auf die gesetzliche Rente nicht mehr ausreichen, den gewohnten Lebensstandard im Alter aufrecht zu erhalten. Die demographische Entwicklung wirkt sich in Deutschland auf die Höhe der Rente aus und wer dieser finanziellen Lücke entgegen wirken will, muss sich frühzeitig um eine private Altersvorsorge kümmern.

Der Gesetzgeber hat sich auf die veränderte Situation eingestellt und bietet mit der Riester-Förderung einen wichtigen Baustein für die private Altersvorsorge an, um die gesetzliche Rente aufzustocken.

Staatliche Förderung erleichtert private Altersvorsorge durch den Wohnriester

Steuerliche Vergünstigungen wie auch Zulagen bilden die Säulen für diestaatliche Förderung beim Wohnriester. Gehören Sie zu den Zulagenberechtigten, können Sie seit dem Jahr 2008 die Riester-Förderung nicht nur für eine zusätzliche Rente verwenden, sondern auch für den Erwerb von Wohneigentum.

Der Wohnriester ermöglicht, das Vorsorgevermögen aus einem bestehenden Riester-Vertrag zu entnehmen, damit Sie Ihr Eigenkapital im Rahmen einer Immobilienfinanzierung erhöhen können. Jedoch profitieren Sie nur dann vom Wohnriester, wenn Sie bestimmte Bedingungen erfüllen. Dazu gehört, dass die staatliche Förderung für den Wohnriester nur dann genutzt werden darf, wenn Ihre Immobilie ab dem 1. Januar 2008 gebaut oder erworben wurde.


Die staatliche Förderung greift jedoch nicht für Sanierungsmaßnahmen oder Immobilien, die als Kapitalanlageprodukt vermietet werden sollen. Der klassische Wohnriester ist eine lukrative Möglichkeit, um eine Baufinanzierung zur privaten Altersvorsorge günstiger zu vereinbaren.

Wohnriester: Maximale Zulagen für die Immobilie als Kapitalanlage sichern

Gehören Sie zur Gruppe der gesetzlich Rentenversicherungspflichtigen, Beamten, Frührentnern, Soldaten oder Vätern und Müttern in der Elternerziehungszeit, stehen Ihnen auch beim Wohnriester eine Grundzulage in Höhe von 154 € jährlich zu. Für kindergeldberechtigten Nachwuchs werden jährlich 185 € gezahlt und für alle Kinder, die nach 2008 geboren sind, werden 300 € als Zulage gewährt.

Wollen Sie Höchstzulagen für den Wohnriester nutzen, müssen Sie 4 %  von Ihrem Jahresbruttoeinkommen, inbegriffen aller Zulagen, in den Riester-Vertrag einzahlen – wobei der Höchstbetrag auf 2.100 € jährlich festgesetzt ist – um diesen als Sonderausgaben für Vorsorgeaufwendungen beim Finanzamt steuerlich geltend zu machen. Sie können den Wohnriester in Form eines Riester-Darlehens nutzen, oder als Kombikredit mit einer Bausparkasse vereinbaren.

Für Selbständige: die staatlich geförderte Basisrente

Die Basis-Rente, auch als Rürup-Rente bekannt, wurde vom Gesetzgeber im Jahr 2005 eingeführt. Dabei gibt es eine staatliche Förderung für die private Altersvorsorge in Form von Steuervorteilen. Auf diese Weise profitieren auch Selbständige, die anders als Angestellte keinen Anspruch auf die gesetzliche Rente im Alter haben. Denn Selbständige sind nicht sozialversicherungspflichtig und haben folglich während ihres Arbeitslebens auch nichts in die staatliche Rentenkasse eingezahlt.

Aus diesem Grund müssen Selbständige privat fürs Alter vorsorgen – und die Basis-Rente eignet sich hierbei besonders durch die staatliche Hilfe.

Jeder Steuerzahler kann profitieren

Bei der Basis-Rente schließen Sie als Anleger einen Vertrag mit einem Anbieter (Bank) ab, der Finanz-Produkte anbietet, für die die staatliche Förderung möglich ist. Ähnlich wie bei der Riester-Rente ist hierbei eine spezielle Zertifizierung verlangt. Auf diese Weise können auch Selbständige private Altersvorsorge betreiben, und haben gleichzeitig den Vorteil staatlicher Förderung in Form deutlicher Steuervorteile.

Grundsätzlich zahlen Sie Monat für Monat einen bestimmten Beitrag in die Basis-Rente ein, um einen Kapitalstock aufzubauen. Sobald Sie das Rentenalter erreicht haben, erhalten Sie dann monatliche Leistungen ausgezahlt. Diese Leistung ist mit der monatlich gezahlten, staatlichen Rente gleichzusetzen – sie kommt lediglich aus anderer Quelle.

Für Selbständige ist die Basis-Rente natürlich besonders verlocken, da sie in der Regel nicht Mitglied in der gesetzlichen Rentenversicherung sind. Aus diesem Grund benötigen sie in jedem Fall eine private Altersvorsorge. Die staatliche Förderung sorgt dabei natürlich für eine höhere Rendite.

Rendite und Risiko beachten

Wie Sie das Geld bei der Basis-Rente anlegen möchten, bleibt Ihnen selbst überlassen. Zum einen haben Sie die Möglichkeit, eine Rentenversicherung abzuschließen, bei der schon vorab die späteren Auszahlungen feststehen. Zum anderen können Sie Kapital in Form von Fondssparplänen oder auf andere Weise anlegen.In jedem Fall ist die mögliche Rendite bei der Basis-Rente unter anderem davon abhängig, welches Risiko Sie eingehen möchten.







Alles in allem ist das Risiko bei der Basis-Rente jedoch durch die staatliche Förderung von vornherein begrenzt. Der Gesetzgeber möchte gerade bei der privaten Altersvorsorge sichergehen, dass am Ende tatsächlich Geld ausgezahlt wird. Zudem profitieren sowohl angestellte Arbeitnehmer als auch Selbständige davon, dass die Einzahlungen zur Basis-Rente bis zu einer gewissen Grenze vom zu versteuernden Einkommen abgezogen werden können. Auf diese Weise reduzieren Sie also Ihre persönliche Steuerlast deutlich – die Steuervorteile kommen zum Tragen.

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