Horror-Szenario: Messie-Wohnung – Was kann man als Vermieter tun?
Feb 8th, 2012 | By Quarknase | Category: Gesellschaft und Soziales | Insgesamt Gelesen: 78 | Heute Gelesen: 0Das Horrorszenario für jeden Vermieter: In der Wohnung lebt ein Messie, jemand der pathologisch Dinge hortet. Solange der Mietzins regelmäßig gezahlt und das Wohnobjekt pfleglich behandelt wird, interessiert es den Vermieter eigentlich nicht, was in der Wohnung geschieht und er bekommt oft von den Zuständen innerhalb der Wohnung gar nichts mit.
Genau hier liegt das Problem: Ein Messie häuft unendlich viele unbrauchbare Dinge in seiner Wohnung an. Damit verbunden sind neben der Vermüllung auch Geruchsbelästigung und daraus folgend hygienische Probleme. Nicht nur der Messie verwahrlost auf diese Weise, auch das Mietobjekt verliert deutlich an Wert. Liquide Mietinteressenten werden abgeschreckt. Wer will schon in einem unordentlichen Umfeld leben?
Bei Messies liegt oftmals eine krankhafte psychologische Störung vor, die es ihnen unmöglich macht, Ordnung zu halten, zwischen wertvoll und wertlos, brauchbar und unbrauchbar zu unterscheiden. Meist sind die Wohnräume der Betroffenen derart zugestellt, dass sie entweder nicht mehr betretbar, oder nur noch über kleine Pfade erreichbar sind.
Weil sich viele Messies ihrer Sammelneigung schämen, isolieren sie sich zunehmend von der Außenwelt. Sie laden keine Besucher in ihre Wohnung ein und meiden Kontakte, um solche Besuche von vorneherein abzuwehren. Gleichzeitig steigert die Einsamkeit aber das Bedürfnis, weiter zu sammeln. Ein Teufelskreis, aus dem sie ohne fremde Hilfe nicht herauskommen.
Das Messie-Syndrom kommt nicht nur in Großstädten wie Berlin vor, allerdings wirkt es sich hier wegen der Anonymität besonders dramatisch aus.
Um wirksam Hilfe zu leisten, bleibt ein Weg: die Entrümpelung. Ein Messie betrachtet den Müll jedoch nicht als solchen, sondern als etwas Besonderes, mit dem oft angenehme Erinnerungen verknüpft werden. Es empfiehlt sich eine Zusammenarbeit mit Menschen, denen der Messie vertraut. Der Betroffene sollte einfühlsam, unterstützend und motivierend dazu angehalten werden, dem Problem idealerweise selbst entgegenzutreten.
In Fällen, in denen solch ein Vorgehen nicht möglich oder nicht erfolgreich ist, bleibt dem Vermieter letztlich nur, den Haushalt aufzulösen. Für eine Wohnungsauflösung empfiehlt es sich, ein örtliches Entrümpelungsunternehmen zu beauftragen. Ein Entrümpelungsunternehmen findet man zum Beispiel, wenn man nach “Wohnungsauflösung Berlin“, “Haushaltsauflösung Hamburg” oder dergleichen sucht, je nachdem, wo die Auflösung stattfinden soll. Deren Spezialisten setzen dem Müll in der Wohnung ein Ende, sodass der Vermieter wieder eine nutz- und vermietbare Wohnung anbieten kann.
